Heimat- und Geschichtsverein Jesberg e. V.Keltischer Opfestein vom Wüstegarten |
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11. Oktober 2011: Vortrag Alte Bilder - neue Fragen
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Keltischer Opfestein vom Wüstegarten im Jesberger Rathaus
Der Eberkopf in der Opferschale
Wie der Heimat- und Geschichtsverein recherchierte, wurde der „Opferstein” um 1945/1950 von Freifrau Marilier von Buttlar beim Ausreiten im Kellerwald entdeckt. Der Stein, ein Quarzitblock aus dem Kellerwald, soll sich innerhalb des obersten Ringwalls auf dem Wüstegarten – der höchsten Erhebung des Kellerwaldes – befunden haben. Frau von Buttlar war sich der großen Bedeutung des Steines sehr bewusst. Der „Opferstein” wurde deshalb von ihr und Mitarbeitern des Regionalmuseums nach Fritzlar verbracht. Im Fritzlarer Museum waren dann im Laufe der Zeit das Wissen über den „Opferstein” und die Fundumstände leider verloren gegangen. Vier weitere Schalensteine gefunden
Neben dem großen Kultstein wurden auf dem Wüstegarten noch vier kleinere Schalensteine gefunden. Einer davon wurde allerdings entwendet. Die vier Steine könnten für die vier hohen Festtage der Kelten gestanden haben: Der 1. Februar wurde „Imbole” genannt und stand für das Fest des Lichtes, heute „Maria Lichtmess”, am 1. Mai feierte man mit „Beltane” das Fest der Vereinigung, am 1. August war „Lughnasad”, das Fest des Königs und der Ernte und am 1. November „Samhain”, das Totenfest, heute Allerheiligen. Die Feste richteten sich jeweils nach den Sonnenwenden am 21. Juni, 21. Dezember sowie den Tag- und Nachtgleichen am 21. März und am 21. September. Sie wurden jeweils 40 Tage danach gefeiert. Schalensteine im Museum in der RaiffeisenbankDie drei noch vorhandenen Schalensteine wurden inzwischen im Museum des Heimat- und Geschichtsvereins über der Raiffeisenbank in der Bahnhofstraße 3 in Jesberg aufgestellt und können dort zu nach vorheriger Terminabsprache besichtiget werden. |